Bei den einzelnen Streckenbeschreibungen findet man die sogenannten Leistungsmeter, die angeben, welcher flachen Streckenlänge die gelaufene Strecke entspricht. Mit Hilfe dieses Wertes kann man die gelaufene Zeit auf andere Streckenlängen mit diesem Rechner umrechnen.

Dazu gibt man in den Feldern die Leistungsmeter und die gelaufene Zeit ein. Zusätzlich kann man unter "Prognose für beliebige Distanz" eine frei wählbare (flache) Streckenlänge eingeben oder noch weiter unten Werte für Streckenlänge und Leistungsmeter. Nach der Eingabe der Daten drückt man den Prognoseknopf.
Nun werden Prognosen für verschiedenen Strecken/Distanzen berechnet, wobei auch eine Temperaturkorrektur berücksichtigt werden kann.

Hierbei ist zu beachten, daß die Prognose nur dann halbwegs paßt, wenn der Untergrund ähnlich wie bei der Vorgabe ist. In der Berechnung ist ein Ermüdungsmodell enthalten, das dem eines ausgewogenen trainierten Langstreckenläufers entspricht.

Wenn der Knopf 'nur Training' gedrückt ist, dann ist die Ermüdung ausgeschaltet und man kann alle Streckenlängen mit der gleichen Geschwindigkeit laufen. Diese Funktion ist dazu da, um ein vorgegebenes Trainingstempo zu berechnen.
 

Vorgabe: Leistungsmeter gelaufen in : :

gelaufen bei einer Temperatur unter 15°C 20 °C 25 °C 30 °C 35 °C 40 °C 45 °C

männlich weiblich

Wettkampf (Streckenlängenabhängiges Maximaltempo) nur Training (Tempo kann beliebig lang gelaufen werden)

zu laufen bei einer Temperatur unter 15°C 20 °C 25 °C 30 °C 35 °C 40 °C 45 °C



Prognose für Standarddistanzen:
5000 m: bei min/km
10000 m: bei min/km
Halbmarathon: bei min/km
Marathon: bei min/km

Prognose für beliebige Distanz:
m: bei min/km

Prognose mit Streckenlänge und Leistungsmetern:
Strecke mit m Streckenlänge und Leistungsmetern.
Zeit: min/km
Das entspricht einem Tempo von min/km auf flacher Strecke.

Beispiel 1:
Ein männlicher Läufer ist beim Silvesterlauf an der Obernau die 10 km-Strecke in 40 Minuten gelaufen und will wissen, wie schnell er die 10 km auf einer flachen Strecke laufen kann. Dann gibt man bei der Vorgabe 10115 Leistungsmeter an (Wert aus der Streckenbeschreibung für die 10km-Strecke um die Obernau) und erhält als Ergebnis 39:31 für eine flache 10km-Strecke sowie eine Prognose für die anderen Standarddistanzen.

Beispiel 2:
Berechnung eines Trainingstempos: jemand soll nach Traingsplan mit einem Tempo von 6:00 min/km laufen und möchte wissen, welche Zeit er dazu auf der 10km-Strecke an der Obernau laufen müßte, um die Trainingsvorgabe einzuhalten. Dazu liest man dann in der Streckenbeschreibung die Streckenlänge und Leistungsmeter ab (in diesem Fall 10000 m Streckenlänge und 10115 Leistungsmeter) und trägt die Werte unter "Prognose mit Streckenlänge und Leistungsmetern" ein. Zusätzlich wählt man die Funktion 'nur Training' an. Nach Drücken des Prognoseknopfes sieht man dann die Zeit, die man laufen müßte (1:00:44) und das entsprechende Tempo (6:04 min/km). Man müßte als etwa 4 Sekunden pro Kilometer langsamer laufen. Richtig interessant ist das natürlich erst bei Strecken mit wesentlich mehr Höhenmetern.

Beispiel 3:
Ein Läufer ist einen Marathon bei idealen Bedingungen (Temperaturen unter 15°C) in 3:00:00 gelaufen. Er will jetzt wissen, wie schnell er bei einer Temperatur von 40°C laufen kann. In diesem Fall gibt man die Leistungsmeter (42195, flache Marathonstrecke) und die Zeit (3:00:00) ein. Als Temperatur wird oben "unter 15°C" angegeben und unten "40°C". Die anderen Einstellungen bleiben auf "männlich" und "Wettkampf". Als Ergebnis erhält man 3:13:03. 10 km kann dieser Läufer bei 40°C noch in 41:11 statt in 38:24 bei idealen Bedingungen laufen. Das Temperaturmodell ist aus dem Buch von J.Daniels "Daniel's Running Formula" hergeleitet worden. Die Werte sind natürlich nur eine grobe Annäherung, da auch die Luftfeuchtigkeit eine Rolle spielt. Es wird ferner davon ausgegangen, daß der Läufer sich nicht übermäßig dick angezogen hat (es gibt ja immer noch genug Läufer die bei 40°C in einer langen schwarzen Tight herumlaufen). Die Temperatur ist die Temperatur, in der man läuft, d.h. es zählt nicht die Temperatur in Schatten, wenn der Läufer in der Sonne läuft. Als grober Anhaltswert gilt: die Temperatur in der Sonne ist im Sommer etwa 1.5 mal höher als im Schatten, d.h. bei 30°C im Schatten hat man in der Sonne mindestens 45°C.